Kaffee

Kaffeevollautomat oder Siebträger: welche Kaffeemaschine zu Ihnen passt

Die Bauarten im Vergleich, warum die Mühle wichtiger ist als der Pumpendruck, und fünf Maschinen, die in der Schweiz verkauft werden.

Aktualisiert 2. Oktober 2026

Espressomaschine auf einer Küchenablage am Fenster
Foto: Nathan Dumlao / Unsplash

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Die engere Auswahl

Entscheiden Sie zuerst über die Bauart und erst danach über die Marke. Die Bauart bestimmt, wie viel Sie jeden Morgen von Hand machen, wie viel Sie reinigen und ob Sie ein zweites Gerät brauchen.

Die Bauarten

Kaffeevollautomat. Er mahlt, dosiert und brüht auf Knopfdruck. Sie müssen kaum etwas lernen. Dafür gibt es im Innern mehr Teile, die gespült und gereinigt werden wollen.

Siebträgermaschine. Sie mahlen die Bohnen, füllen und tampen das Sieb und starten und stoppen den Bezug selbst. Das braucht Übung und gibt Ihnen am meisten Kontrolle. Hat die Maschine keine eingebaute Mühle, brauchen Sie eine separate.

Kapselmaschine. Am einfachsten in der Bedienung und pro Tasse am teuersten, weil Sie jede Kapsel bezahlen. Kapselmaschinen behandeln wir in diesem Ratgeber nicht.

Warum die Mühle zählt

Espresso braucht fein gemahlenen Kaffee, und der Mahlgrad muss sich in kleinen Schritten verstellen lassen, bis der Bezug die richtige Geschwindigkeit hat. Die Zahl der Mahlstufen ist deshalb ein brauchbarer Vergleichswert: Die JURA E8 hat 7 Stufen, die Philips Series 3300 hat 12, die Mühle der Sage Barista Express Impress 25.

Beim Vollautomaten fällt das weniger ins Gewicht, weil die Maschine Menge und Brühvorgang selbst abstimmt. Beim Siebträger ist die feine Abstufung entscheidend.

Pumpendruck sagt wenig

Fast jede Maschine wirbt mit 15 bar, manche mit 19 bar. Espresso wird mit rund 9 bar gebrüht. Sage nennt für seine Maschinen beide Werte: 15 bar Pumpendruck und 9 bar Extraktion. Eine höhere Zahl auf der Verpackung steht nicht für besseren Kaffee.

Milch

Es gibt drei Wege, geordnet nach Aufwand:

  • Dampflanze von Hand (Sage Barista Express Impress). Sie schäumen die Milch selbst im Kännchen. Das braucht Übung.
  • Milchbehälter (Philips LatteGo, De’Longhi LatteCrema). Die Maschine saugt die Milch an und gibt den Schaum direkt in die Tasse.
  • Schlauchsystem mit automatischer Reinigung (JURA E8). Die Milch kommt aus einem beliebigen Behälter, und die Maschine spült das System selbst.

Je mehr die Maschine übernimmt, desto mehr Teile führen Milch und müssen täglich gereinigt werden. Lesen Sie vor dem Kauf das Kapitel zur Reinigung in der Anleitung.

Wasserhärte und Entkalken

Kalk verkürzt die Lebensdauer einer Kaffeemaschine am stärksten. In der Schweiz wird die Wasserhärte in französischen Härtegraden (°fH) angegeben, und sie unterscheidet sich je nach Region stark: In den Alpen ist das Wasser meist weich, im Mittelland oft hart. Ihre Gemeinde oder Ihr Wasserversorger gibt den Wert für Ihre Adresse bekannt.

Stellen Sie die Wasserhärte an der Maschine ein, sofern sie das vorsieht, und entkalken Sie, wenn die Maschine es verlangt. Ein Wasserfilter im Tank verlängert die Abstände.

So entscheiden Sie

  • Sie wollen Kaffee ohne Aufwand: ein Vollautomat.
  • Sie trinken vor allem Milchgetränke: ein Vollautomat mit Milchsystem, das Sie auch wirklich reinigen mögen.
  • Sie wollen die Zubereitung lernen: eine Siebträgermaschine mit fein abgestufter Mühle.
  • Sie haben wenig Platz oder Budget: ein Einstiegs-Vollautomat wie die Magnifica Evo.

Quellen